letztes Update: 04.09.2010

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Hundekrankheiten

Hier eine Übersicht der wichtigsten Hundekrankheiten. Bitte bei nicht klaren Symptomen umgehend den Tierarzt zu Rate ziehen:

Krankheiten

Ursachen

Symptome

Maßnahme

Staupe

Virusinfektion, ansteckend

Fieber, Erbrechen, Durchfall Schnupfen, Augenentzündung, manchmal Nervenstaupe mit Anfällen
 

Sofort den TA aufsuchen

Hepatitis (Leberentzündung)

Ansteckende Virusinfektion

Fieber, Rachenentzündung, Durchfall, Augenveränderung, nervöse Störungen, Bauchschmerzen
 

Sofort den TA aufsuchen

Leptospirose (Hundeseuche)

Bakterielle Infektion

Fieber, Durchfall, Erbrechen, Augenveränderung, evtl. Nierenversagen
 

Sofort den TA aufsuchen

Zwingerhusten

Ansteckende Virusinfektion

Starker Husten, Nasenausfluss, Fieber, Allgemeine Störungen
 

Sofort den TA aufsuchen

Parvoirose (Hundeseuche)

Ansteckende Virusinfektion

Fieber oder evtl. auch Untertemperatur, Mattigkeit, Erbrechen, wässriger Durchfall, evtl. auch blutig
 

Sofort den TA aufsuchen

Tollwut

Übertragbarer Virus, der meistens durch Wildtiere übertragen wird

Wesensänderung, Speichelausfluss, Agressivität, evtl. Bissig
 

Sofort den TA aufsuchen

Magen- und Darmstörungen

Sehr unterschiedlich:

Infektionen, Darmparasiten, Lebererkrankungen

Bei Durchfall über 24 Std. Futterentzug, ausreichend Wasser anbieten, Trockenfutter anbieten
 

Nach ca. 48 Std. unbedingt den TA aufsuchen

Wurmbefall

Spül- und Bandwürmer

Abmagerung, Durchfall, aufgetriebener Bauch, stumpfes Fell
 

Vorsichtsmaßnahme :

Immer regelmässig an die Wurmkur denken!

Borreliose – fieberhafte Infektionskrankheit
Es handelt sich um eine fieberhafte Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Spirochaeta burgdorferi hervorgerufen wird. Nager, Insektenfresser, Wildtiere und Vögel sind Träger der Borrelien.
In Mitteleuropa werden die Borrelien von der Zecke Ixodes ricinus (Holzbock) übertragen. Zecken leben in Bodennähe, in Sträuchern und im Unterholz, im hohen Gras und im Gebüsch bis zu einer Höhe von 1-1,3 m. Sie befallen Säugetiere (auch den Menschen). Jede Zecke macht verschiedene Entwicklungsstadien durch, die alle infiziert sein können. Nach jeder Reifungsphase wird ein neuer Wirt gesucht, der nach der Blutmahlzeit wieder verlassen wird. Hat sich die ausgewachsene Zecke voll gesaugt, fällt sie ab, zieht sich zurück und beginnt mit der Ablage von Hunderten von Eiern. Es gibt keine typischen Anzeichen einer Infektion. Viele Infektionen verlaufen ohne Krankheitsanzeichen. Oftmals treten Krankheitserscheinungen erst nach einer Reaktivierung der Infektion oder nach wiederholten Infektionen auf. Die Ansteckung erfolgt ausschließlich durch Zeckenbiss. Oft kommt es zur Antikörperbildung, ohne das Krankheitserscheinungen auftreten. In anderen Fällen treten Wochen bis Monate nach einer Infektion Appetitlosigkeit, Fieber, Lahmheit, Schwellungen/Schmerzhaftigkeit von Gelenken, Muskeln, Wirbelsäule und Lymphdrüsenschwellung auf. Der Erregernachweis ist nur aus Gelenkflüssigkeit und Rückenmarksflüssigkeit sicher zu führen. Im Blut liegen die Borrelien in der Regel nicht vor. Die Bestimmung der Antikörper führt nicht zu eindeutigen Ergebnissen, da auch gesunde Hunde positive Titer haben können. Positive Resultate ohne gleichzeitige klinische Befunde, die auf die Erkrankung hindeuten, sind also nicht eindeutig! Ein vierfacher Anstieg der Antikörper gilt aber als beweisend.
Da es nach einem Zeckenbiss 24 Stunden dauert, bis die Borrelien auf den Hund übergegangen sind, ist die wichtigste Maßnahme zur Prophylaxe die Entfernung der Zecken nach jedem Spaziergang. Die Behandlung der Borreliose erfolgt mit Antibiotika. Und zwar mit Tetrazyklinen (10-22 mg/kg KG), Amoxicillin (11-22 mg/kg KG) oder Doxycyclin (5 mg/kg KG) 2x täglich über mindestens 14 Tage per os (über den Mund).
Eine Impfung ist möglich aber umstritten. Zur Zeit werden amerikanische Impfstoffe verwendet. Der in den USA verbreitete Erreger ist aber ein anderer als der von deutschen Zecken übertragene. Die Wirksamkeit der Impfung ist dadurch stark infrage gestellt.

 H.c.c.
Die ansteckende Leberentzündung wird durch das canine Adenovirus 1 (CAV-1) hervorgerufen. Der Erreger dringt über die Schleimhäute der Maulhöhle und des Nasenrachenraums ein. Das Virus wird über den Speichel, Harn, Kot ausgeschieden, und zwar mit dem Harn bis zu 6 Monaten nach Überstehen der Erkrankung. Der größte Teil der Hunde macht die Infektion stumm, das heißt ohne Krankheitserscheinungen durch. Diese infizierten aber nicht erkrankten Hunde können Dauerausscheider sei. Die klinisch manifeste, d.h. mit Krankheits-erscheinungen einhergehende Erkrankung ist äußerst selten geworden und tritt überwiegend bei Junghunden zusammen mit Staupe auf.
Die Symptome der Erkrankung sind denen anderer Infektionserkrankungen sehr ähnlich. Eine Abgrenzung ist schwierig. Neben Fieber kommt es zu Lymphknotenschwellung, Mandelentzündung, Wasseransammlungen unter der Haut von Kopf, Hals und Unterbrust, Haut- und Schleimhautblutungen, Leber- und Milzvergrößerung, Bauchschmerzen, Bronchitis, Lungenentzündung, Störungen des Nervensystems, Abort. Durch Krankheitsprodukte kann es zur Hornhauttrübung kommen. Nach der Grundimmunisierung werden Wiederholungsimpfungen im Abstand von 1-2 Jahren empfohlen. Bei wenig gefährdeten Hunden reichen Impfungen in 2-jährigem Abstand. Die H.c.c-Impfung wird von Schulmedizinern als unerlässlich gesehen.

 

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